Duderstadt (ge). Das große Interesse der Kolpingfamilie Duderstadt wurde nicht enttäuscht. Die gute Hälfte der hiesigen Kolpingfamilie hatte sich auf den Weg nach Friedland gemacht, um Erkenntnisse im dortigen Museum zu gewinnen. Die Fahrtteilnehmer wurden am Ort des Geschehens von kompetenter Stelle willkommen geheißen. Dr. Talina Matzad nahm die Eichsfelder in Empfang und führte sie gekonnt und außerordentlich kenntnisreich durch das Museum. Die Ausstellung „Fluchtpunkt Friedland“ bot spannende Einblicke in Geschichte und Gegenwart des Grenzdurchgangslagers. Im historischen Bahnhof von Friedland wurden mit modernen Medien und berührenden Objekten Arbeit und Bedeutung des Lagers im Wandel der Zeit den Gästen präsentiert. Sie ging dabei den Wegen nach, die seit siebzig Jahren von Hunderttausenden Menschen beschritten wurden. Dabei konnten ganz aktuelle Fragen, wie „Was bringt Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen?“ oder „Wie kommen sie nach Deutschland?“ von Talina Matzad geklärt werden. Kolpingchef Herbert Wolf und Gäste waren der einhelligen Ansicht, dass das neue Museum Friedland Migrationsgeschichten an einem geschichtsträchtigen Ort einzigartig Besuchern nahebringt.