Fast 2.000 Eichsfelder kamen zur Antoniuswallfahrt

Worbis (ge). Hohen Besuch hatten die knapp 2.000 Eichsfelder aus nah und fern, die aus fast allen Orten des Ober- und Untereichsfeldes nach Worbis gekommen waren, um mit Gebeten und Liedern ihre Anliegen dem heiligen Antonius von Padua, dem „Schutzpatron für verlorene Dinge“ vorzutragen. Unter ihnen als prominenter Gast der Abt Winfried Schwab aus dem Benediktiner-Stift in Neuburg bei Heilbronn, um zusammen mit acht Priestern aus verschiedenen Gemeinden des Eichsfeldes das Wallfahrtshochamt am Freialtar zu feiern. Vorher hatten Gläubige aus Mengelrode ihr Gelöbnisamt mit dem Franziskanerpater Ubald aus Halberstadt gefeiert. Die Festpredigt im Wallfahrtsamt hielt Abt Winfried, der den Anwesenden Person und Wirken des großen Heiligen aus Padua vorstellte. Antonius habe in seinem Leben sehr viel bewirkt und sei unumstößlich für seinen Glauben und seine Überzeugung eingetreten. Er habe sich immer am Evangelium des Sonntags orientiert, in dem Jesus seine Jünger aussandte, das Wort Gottes zu verkünden, und danach gehandelt, wobei er sich stets seiner Fehler und Irrtümer bewusst war. Wörtlich sagte der Prediger: „Wir können in unserer Gesellschaft etwas vermitteln, nämlich, dass in unserem Glauben viel mehr steckt, als wir selbst es erahnen.“ Alles Leid und Elend stehe nicht im Zentrum, sondern vielmehr die Berufung, zu Gott zu kommen. Christlicher Glaube bereite dazu die Hoffnung, die auch dazu befähige, anderen Vorbild zu sein. Abschließend sagte er: „Euer Zeichen, hierher zur Wallfahrt gekommen zu sein, wird von vielen Menschen gesehen und hat damit vorbildhaften Charakter.“ Der Gottesdienst wurde von den vereinigten Chören aus Worbis und Niederorschel sowie der Blaskapelle aus Kefferhausen musikalisch gestaltet. Zum Schluss der Feierlichkeiten gab es eine Andacht und den persönlichen Segen mit der Antoniusreliquie.