Wolfgang Apsel informiert über die Situation von der Initiative zur Institution

Duderstadt (ge). „Ist die Notfallseelsorge in der Gesellschaft notwendig?“ Dieser Fragestellung ging Wolfgang Apsel, früher Beamter bei der Bundespolizei und jetziger Notfallseelsorger, in einem ausführlichen Referat mit zahlreichen Beispielen nach. Günter Goldmann, Leiter des Kolping-Seniorenstammtisches, der alle zwei Monate im Ferienparadies auf dem Pferdeberg stattfindet, begrüßte kürzlich eine mehr als 100 Teilnehmer zählende Runde. Martin Hellmold las eingangs ein Schriftwort, bevor Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte in einem Grußwort auf die bauliche Situation des Kolping-Ferienparadieses einging. Er sagte zur Modernisierung und Neuerung innerhalb des Hauses seien im Laufe dieses Jahres 500.000 Euro an Investitionen vorgesehen. Aus einem reichen Erfahrungsschatz brachte der Referent des Tages das weite Tätigkeitsgebiet der Notfallseelsorge den Zuhörern nahe. Er sagte zu Beginn seiner Ausführungen, Seelsorge in Notfällen sei so alt wie die Kirche selbst, denn die Sorge um den Menschen in Not galt immer schon als Aufgabe, der sich kein Glaubender entziehen soll. Seit mehr als zwanzig Jahren steht die Notfallseelsorge Menschen in akuten Notsituationen bei: unmittelbar, überkonfessionell und professionell. Aus einer anfänglich von Einzelpersonen getragenen Initiative habe sich, so Apsel, eine seelsorgliche Institution geformt, die heute aus unserer Gesellschaft nicht mehr fortzudenken sei. So präsentiere sich Notfallseelsorge in Deutschland als gut organisiertes, flächendeckendes System, das Menschen in seelischen Notlagen professionelle Begleitung und Betreuung anbiete. Das Aufgabengebiet sei unterteilt in Notfallseelsorge im engeren Sinne, Feuerwehrseelsorge und Einsatznachsorge. Dabei betreue Notfallseelsorge, die im Auftrag des Bischofs geschehe, Überlebende, Augenzeugen und Hinterbliebene. Der Referent erreichte mit seinen Darlegungen das Verständnis für die Notwendigkeit der besonderen Art der Seelsorge in der Bevölkerung.

Notfallseelsorge bei Kolping (2)030 Kopie

BU: Wolfgang Apsel (links) und Günter Goldmann.

 

Foto: Germeshausen