„Was sollen wir tun?“ oder „Wie machen wir es richtig?“

Gerblingerode. Diese und ähnliche Fragen beschäftigen derzeit viele Gemeindemitglieder in Gerblingerode. Denn es geht um viel – oder auch um Großes, denn der 38 Meter hohe Glockenturm des Ortes ist nach rund 30 Jahren sanierungsbedürftig und die Kosten hierfür sind mit geschätzten 130.000 € sehr hoch. Doch auch ein eventueller Abriss würde bei ca. 100.000 € liegen und Geld für einen anschließenden Neubau ist kaum zu bekommen. Klarheit sollte eine Informationsveranstaltung in der Kirche bringen (Tageblatt berichtete). Während dieses Treffens, das von rund 200 Teilnehmern besucht und von Propst Bernd Galluschke moderiert wurde, erläuterte Manfred Bause (Vorsitzender des KGR St. Maria Geburt, Gerblingerode) verschiedene Vorgehensweisen und Zahlungsmodelle. Danach lud er zur Diskussions- und Fragerunde ein, die lebhaft von allen Altersklassen genutzt wurde. Und es zeichnete sich erst zaghaft, doch dann ganz eindeutig, ein klares Meinungsbild ab: „Der Turm ist uns Heimat geworden“. Dieser Satz sei stellvertretend für viele positive Aussagen zitiert. Während Turmgegner in erster Linie ihre Sorge um die evtl. Schulden, die der nächsten Generation aufgebürdet würden, äußerten, sprachen sich die Turmbefürworter für gerade diese kommenden Generationen aus. Für sie soll der Turm der Gemeinde „St. Maria Geburt“ mit seinen Glocken und seinem goldenen Kreuz erhalten bleiben.

Nach der Versammlung standen die Menschen noch lange in kleinen und größeren Gruppen zusammen um sich über das Gehörte auszutauschen und noch einmal das Für und Wider abzuwägen.

Christiane Nörthemann